Mit Windrädern auf dem Weg zur Klimaneutralität?

Ein Wanderer sucht auf der Karte nach dem Weg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann will sein Bundesland bekanntlich klimaneutral machen und dazu die Windkraft ausbauen.

Doch welchen Sinn ergeben Windräder in einem klimaneutralen Baden-Württemberg? Noch können sie, wenn der Wind weht, ein wenig Kohle und Gas einsparen. (Und mehr als diese Ersparnis stünde den Windanlagenbetreibern eigentlich nicht zu.) Aber man wird Kohle- und Gaskraftwerke durch solche CO₂-freien Kraftwerke ersetzen müssen, die auch in einer Dunkelflaute Strom liefern. Können das Speicherkraftwerke sein? Nein, sagt André Thess, der Professor für Energiespeicher an der Uni Stuttgart ist. Er schrieb am 23. Oktober 2021 auf Twitter: „Kopfrechnen fürs Klima: ‚Bundesverfassungsgerichtsurteil + Weltklimarat = Kernenergie‘“.

Die Verpressung von CO₂ aus Kohlekraftwerken im Boden hat er vielleicht vergessen, aber davor haben die Grünen ja auch Angst.
Wir können uns nicht alle drei Ängste gleichzeitig leisten – vor der Erderwärmung, vor der Kernkraft und vor der CO₂-Verpressung.

P.S.: Geoengineering wäre noch eine Option.

Kommentare

Dr. Rainer Link rechnet vor, dass zur Vollversorgung Deutschlands mit Windkraft alle 772m ein Windrad stehen müsste, noch ohne Speicherverluste.